|
|
|
Robert
Baden-Powell, der Sohn eines Priesters, gründete, nachdem er von der
Armee pensioniert, und Jugendführer geworden war, die Pfadfinderbewegung.
Während
seiner Militärzeit wurde ihm die Ausbildung der Scouts übertragen, diese
wurden nicht im offen Kampf eingesetzt, sondern mussten mit List und lautlos
das
gegnerische Lager erkunden. Robert Baden-Powell legte bei der Ausbildung
keinen
Wert auf Drill, sondern seine Scouts sollten aus eigener Erfahrung lernen
( Learning by doing ). Er stellte fest, dass Jungen fähig waren, Verantwortung
zu
übernehmen, Gefahren zu bestehen und Strapazen auszuhalten, wenn man ihnen
Vertrauen schenkt.
Robert
Baden-Powell veranstaltete 1907 ein Lager mit 22 Jungen, dabei teilte
er
die Jungen in Kleingruppen mit jeweils einem Führer, der die Verantwortung
trug.
Ihm war es wichtig, dass die Jungen ihm freiwillig folgten.Auf eigenen
Wunsch
wurde Robert Baden-Powell von der Armee pensioniert, um sich neuen Aufgaben
zu widmen. Er wurde Jugendführer. Die Pfadfinderbewegung war gegründet.
Als
er 1909 ein weiteres Lager in London abhielt, nahmen 11.000 Jungen aus
der
ganzen Welt daran teil, und es erschien außerdem eine Gruppe von Mädchen,
die
die Pfadfindertracht trugen und " Girl Scouts " werden wollten.
Da Robert Baden-Powell das notwendige Einfühlungsvermögen fehlte, sein
Konzept
auf Mädchen abzustimmen, übertrug er seiner Frau Olave 1916 die Führung
der Mädchenorganisation.Anfangs gab es die Pfadfinderinnenbewegung nur
in England,
dann bildeten sich aber auch in anderen Ländern immer mehr Mädchengruppen.
1920 trafen sich erstmalig Leiterinnen aus 19 Ländern zu einer Weltkonferenz.
In Deutschland gibt es seit 1931 katholische Pfadfinderinnen, sie wurden
aber
1935 von der nationalsozialistischen Regierung verboten.
1947 wurde dann die Pfadfinderinnschaft St. Georg als "Verband
katholischer
Pfadfinderinnen" in München gegründet. Weiter ist die PSG Mitglied
im "Bund der
Deutschen Katholischen Jugend" ( BDKJ ) und im Weltbund der Pfadfinderinnen.
Die
pfadfinderische Arbeit liegt im wesentlichen im Spiel und im praktischen
Tun
( Learning by doing ).
In der Gruppe haben die Mädchen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und
Fertigkeiten
spielend zu entfalten, Gemeinschaft zu erleben und in partnerschaftlicher
Zusammenarbeit mit anderen selbstgewählte Aufgaben zu bewältigen. Sie
lernen auf
diese Weise, sich in ihrer Umwelt zu orientieren, Vorgänge zu verstehen
und zu sich
selbst in Beziehung zu setzen.
Die Mädchen durchlaufen verschiedene Stufen der pfadfinderischen Arbeit
:
- 7
- 10 Jahre Wichtelstufe
- 10-13
Jahre Pfadistufe
- 13-16
Jahre Caravellestufe
- ab
16 Jahren Rangerstufe
|
|